Eine Lernkartei selber bauen – so einfach geht’s

Um Lerninhalte langfristig im Gedächtnis abzuspeichern, gibt es eine Vielzahl an Lernmethoden und Lerntechniken. Besonders beliebt ist das Lernen mittels Karteikarten beziehungsweise mithilfe einer Lernkartei. Hier wird das Auswendig lernen besonders effizient, da Informationen, die schlecht in unserem Gedächtnis abgespeichert werden, systematisch und öfter wiederholt werden. Lernstoff, der einfach zu merken ist, wird nur selten abgefragt – er wird lediglich in größeren Abständen aufgefrischt. Doch wie sieht eigentlich eine solche Lernkartei aus und wie baut man sie am besten?

Um einen Karteikasten und entsprechende Karteikarten zu erstellen, benötigt man zunächst einen Stapel Papier im Format Din A4. Das Papier sollte nicht zu dünn sein, damit es die Strapazen des ständigen Wiederholens während des Lernens übersteht. Nun faltet man das Papier dreimal, so dass es eine Größe von 7 cm mal 10,5 cm annimmt. Schneidet man das Papier nun zu Zetteln auseinander erhält man die gewünschten Karteikarten. Diesen Vorgang wiederholt man sooft, bis man die erforderliche Karteikartenanzahl erreicht hat. Wer zu faul ist die Karten selbst zu basteln, kann sie natürlich auch schon fertig kaufen.

Jetzt fehlt noch der passende Karteikasten. Dieser sollte circa 30 cm lang und 11 cm breit sein sowie Seitenwände in einer Höhe von etwa 5 cm haben. Der Karteikasten kann sowohl aus Holz als auch aus Pappe gebastelt werden. Ist der Kasten fertig, benötigt er noch Zwischenwände, die aus dem gleichen Material wie der Kasten hergestellt werden können. Insgesamt sollte der Kasten fünf Fächer unterschiedlicher Größe besitzen. Das erste Fach ist das schmalste und sollte nicht größer als 1 cm sein. Das zweite Fach sollte 2 cm, das dritte 5 cm, das vierte 8 cm und das fünfte letztlich 14 cm breit sein.

Nun ist der Karteikasten samt Karteikarten fertig – er muss nur noch mit Inhalten befüllt werden. Jetzt fängt die eigentliche Arbeit erst richtig an. Die Lerninhalte, die auswendig gelernt werden sollen, werden auf die Karteikarten übertragen. Sollen zum Bespiel Lateinvokabeln gelernt werden, schreibt man das deutsche Wort auf die Vorderseite und den lateinischen Begriff auf die Rückseite. Mithilfe der Lernkartei kann jedoch keinesfalls nur eine Fremdsprache gelernt werden. Auch komplexe Begriffe oder Definition kann man mit dieser Lernmethode leicht auswendig lernen.

Hat man den ersten Satz an Karteikarten fertig beschrieben, steckt man den gesamten Stoß in das erste Fach. Hierbei ist darauf zu achten, dass die Vorderseite dem Lernenden zugewendet ist. Nun nimmt man die erste Karte heraus. Ist die Antwort, die auf der Rückseite notiert ist, bekannt, wandert die Karteikarte in Fach 2. Wusste man die Antwort nicht, bleibt die Karte in Fach 1. Je weiter die Karte im Karteikasten wandert, desto seltener wird sie wiederholt. Ist sie schließlich in Fach 5 angekommen, hat sich der Lernstoff im Langzeitgedächtnis eingeprägt und die Karte kann aus dem Karteikasten herausgenommen werden.

Wem das Basteln der Lernkartei zu mühselig ist, kann auch auf die kostenlose Karteikarten Software BRAINYOO 2.0 zurückgreifen. Die digitale Lernkartei ermöglicht das Erstellen und Lernen der Karteikarten – dabei orientiert sich die Lernsoftware an dem persönlichen Lernrhythmus. Auswendig lernen wird somit zum Kinderspiel.