Auswendig lernen bringt`s!

Worauf kommt es an beim Auswendig lernen?
Durch das Auswendig lernen sollen bestimmte Lerninhalte in den Nervenzellen unseres Gehirns abgespeichert werden, so dass wir uns zukünftig immer wieder an sie erinnern. Dazu ist es wichtig zu wissen, dass mit zunehmender Zeit, Intensität und Aufmerksamkeit, die wir einem Thema widmen, auch mehr Nervenzellen gebildet und miteinander verbunden werden. Wir können schneller und leichter auswendig lernen, je größer unser persönliches Interesse an dem jeweiligen Thema ist, denn mit ihm steigt auch unsere Motivation und Aufmerksamkeit. Haben wir es letztlich geschafft, dass die Informationen im Langzeitgedächtnis angekommen sind, verfügt unser Gehirn über viele eng miteinander verknüpfte Nervenzellen – das neue Wissen ist jetzt jederzeit abrufbar. Zusammenfassend kann man sagen, dass Ausdauer, Konzentration sowie individuelle Interessen ausschlaggebend für den Erfolg beim Auswendig lernen sind.

Ist das Auswendig lernen denn wirklich effektiv?
Diese Frage kann eindeutig mit „ja“ beantwortet werden. Auch wenn das Auswendig lernen oftmals keinen allzu guten Ruf hat, ist diese Lerntechnik, die ein regelmäßiges Wiederholen beinhaltet, äußerst effektiv. Je häufiger man Themen auswendig lernt, desto feiner werden diese im Gehirn kategorisiert und desto schneller kann das Wissen dauerhaft im Gedächtnis abgespeichert werden.

Wichtig beim Auswendig lernen sind Wiederholungen und Pausen
Auch wenn es uns müßig erscheint, bedeutet Auswendig lernen, dass die zu lernenden Inhalte regelmäßig wiederholt werden müssen. Aber nicht nur Wiederholungen sind wichtig. Unser Gehirn benötigt zwischen den Lernphasen auch immer wieder Pausen. Ein Spaziergang, etwas Sport oder eine gemütliche Auszeit bei einer Tasse Tee sorgen dafür, dass das Erlernte verarbeitet wird und wir uns mit neuer Energie wieder dem Lernen widmen können. Und noch eine Pause ist von größter Bedeutung: guter Schlaf. In dem Sprichwort „Lernen wie im Schlaf“ steckt viel Wahres, denn während wir schlafen, lernt unser Gehirn unermüdlich weiter.

Tipp: Karteikarten und Eselsbrücken helfen der Erinnerung auf die Sprünge
Immer wieder müssen wir uns auch Dinge auswendig lernen, die uns wenig interessieren – zu denen uns einfach der Bezug fehlt und die einfach nicht in unseren Kopf wollen. Hier gibt es verschiedene Tricks, dem Gehirn auf die Sprünge zu helfen. Beliebt ist zum Beispiel die Lerntechnik mit Karteikarten. Nachdem man die zuvor erstellet Frage auf der Kartenvorderseite gelesen und beantwortet hat, wird auf der Rückseite überprüft, ob die gegebene Antwort richtig oder falsch war. Dabei wird der Lerninhalt so lange regelmäßig wiederholt, bis die Antwort sitzt. Auch das gegenseitige Abfragen kann beim Auswendig lernen eine schöne Abwechslung sein. Und sollte uns das Auswendig lernen bei dem ein oder anderen Thema mal ganz besonders schwer fallen, dann sind Eselsbrücken, wie einprägsame Merksätze, Reime oder Bilder eine empfehlenswerte und oft auch humorvolle Methode, wie der trockene Lernstoff doch noch den Weg in unser Langzeitgedächtnis findet.